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Interview mit Yatego-Geschäftsführer Stephan Peltzer

29. Juni 2011

Was gibt es neues bei Yatego? Was bringt die Zukunft? Wie wirkt sich die Umstellung des Konditionenmodells auf?

Yatego gehört sicherlich zu den bekanntesten Shoppingplattformen. Jüngst feierte man den zehntausendsten Händler auf der Plattform, kurz danach wurde bekannt, dass sich ActonCapital an Yatego beteiligte. In den letzten Wochen sorgte dann die Umstellung des Konditionenmodells für teils erhebliche Unruhe in den einschlägigen Foren. Grund genug mit Stephan Peltzer, Geschäftsführer von Yatego, ein Interview zu führen.

Yatego hat vor wenigen Monaten den zehntausendsten Händler bei sich begrüßt. Hat man sich diese Entwicklung beim Start des Marktplatzes vorstellen können?

Einer der Gründer hat den Bedarf für ein neues Geschäftskonzept erkannt. Aus dieser Idee wurde Yatego entwickelt. Das Konzept überzeugte durch enormes Potential und große Innovationskraft. Somit war auch die Vision geboren, Yatego zu etwas ganz Großem auszubauen. Erfolg ist immer schwer vorherzusehen – vorstellen konnten wir uns das aber sehr wohl.

 

Und auf welche Entwicklungen, auf welche Features und Funktionalitäten sind Sie besonders stolz?

 

Wir sind besonders stolz, dass wir den Markt mit neuen innovativen Ideen voranbringen. So waren wir zum Beispiel die erste Plattform, die Varianten im Einsatz hatte. Erst jetzt ziehen Marktbegleiter wie eBay und Amazon langsam nach. Auch im letzten Jahr sind wieder zahlreiche neue Funktionen dazugekommen. Ganz besonders erwähnenswert sind die Artikelvideos, die unsere Händler automatisiert erstellen können. Immer neue Kooperationen und Services zeigen, dass wir zum Nutzen unserer Kunden permanent innovativ sind. Auch im kommenden Jahr wird es viele spannende Neuerungen geben.

Dennoch, mit Marktplätzen wie Hitmeister oder Tradoria sind einige Wettbewerber neu aktiv. Merken Sie diese Konkurrenz oder sehen Sie dies eher als Ergänzung nach dem Motto, dass die Zielgruppen völlig andere sind oder die Shopbetreiber ohnehin jeden Marktplatz mitnehmen, der sich ihnen bietet?

Wir stellen öfter fest, dass Händler bereits auf anderen Plattformen unterwegs sind. Dies erweist sich auch als erfolgreiches Konzept für sie. Haben sie mehrere sichere Standbeine, bedeutet das zusätzliche Sicherheit. Außerdem bewahren die Händler ihre Unabhängigkeit, indem sie sich nicht nur an eine Plattform binden. Insgesamt hat jede einzelne von diesen Plattformen ihre Zielgruppe und ihre Daseinsberechtigung am Markt. Insofern sehen wir das eher als Ergänzung.

Wie würden Sie denn Ihre typische Zielgruppe beschreiben?

Yatego zeichnet sich durch Vielfalt und Sicherheit aus. Unsere Zielgruppe ist zweigeteilt: Wir richten uns einerseits an Online-Shopper. Sie wünschen sich eine große Angebotsvielfalt bei gleichzeitig sicheren Zahlungsarten und geprüften Händlern. Außerdem richtet sich unser Angebot an Online-Händler. Ihnen bieten wir einen zusätzlichen Vertriebskanal für ihr Warensortiment. Sie bauen ihr Portfolio über Yatego weiter aus und steigern ihren Traffic.

Vor wenigen Wochen wurde dann bekannt, dass sich ActonCapital an Ihnen beteiligt hat, auch wenn die Grösse der Beteiligung nicht veröffentlicht wurde. Ist dies das Ende der Eigenständigkeit? Und profitieren Sie durch die Schlagkraft und die Werbedruckmöglichkeiten von Burda in Zukunft?

Yatego ist weiterhin inhabergeführt. Das Konzept sowie das Führungstrio bestehen schon seit Firmengründung. Sie werden auch weiterhin aktiv im Einsatz sein und das Unternehmen nach vorne bringen. Wir wollen verstärkt wachsen und unsere Marktpräsenz erhöhen. Daher haben wir uns entschieden, mit Acton einen Wachstumsinvestor aufzunehmen.

Bislang war Yatego ja für eine „Flatfee“, abhängig von der Anzahl der gelisteten Artikel bekannt. Nun haben Sie diese Abstufung aufgegeben, bietet für jeden 5000 Artikelplätze für 39,95 im Monat, verlangen aber zusätzlich noch 8% Umsatzprovision. Schreckt dies nicht ab? Wie sind denn die Reaktionen der Händlerschaft und wie lange genießen die Altverträge denn noch Bestandschutz?

Wir haben unser Geschäftsmodell an die aktuellen Marktgegebenheiten angepasst. Mit dem neuen Geschäftsmodell sorgen wir für mehr Transparenz. Vor allem war es ein vielfacher Wunsch der Händler, erfolgsorientiert zu zahlen. Des Weiteren werden wir mit diesem neuen Geschäftsmodell auch jede Menge neue Marketingmodelle entwickeln. Wir freuen uns auf das insgesamt sehr spannende Geschäftsjahr mit vielen attraktiven Aktionen.

Was sind denn die nächsten Punkte, die nächsten Vorhaben?

Im Bereich Payment werden wir weitere Kooperationspartner integrieren. Mit neuen spannenden Werbeformen steigern wir den Bekanntheitsgrad der Marke Yatego. 2011 erwarten wir wieder ein erfolgreiches und fantastisches Geschäftsjahr.

Vielen Dank für das Gespräch!

 

 

 

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One Response to Interview mit Yatego-Geschäftsführer Stephan Peltzer

  1. Stefan Rosebrock on 7. Januar 2012 at 02:32

    Bei unseren Kunden ist das Thema Yatego leider eher negativ besetzt. Geringe Resonanz auf die Angebote… In der Konsequenz keine ausreichend attraktiven Umsätze, um sich für Yatego wirklich zu erwärmen.

    Service in der Shop-Betreuung ist wirklich klasse. Prozess-Steuerung ist durchdacht; dies spiegelt sich in einer einfachen Artikel-Stammdatenanlage wieder.

    Unser aktuelle Rat: Wenn Sie sich bei Yatego engagieren wollen, dann tun Sie das im Rahmen einer Mittelfrist-Planung.

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